Jobcenter Landkreis Rotenburg (Wümme)

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Bildungspaket (BuT)

Mitmachen möglich machen!

Die Leistungen für Bildung und Teilhabe, auch „Bildungspaket“ genannt, sollen die aktive Teilnahme in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ermöglichen. Die Vorschriften zum Bildungspaket sind Ende März 2011 verkündet worden. Ergänzt durch den Runderlass des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration (MS) von 12.04.2011 ist damit die Gewährung von Leistungen für Bildung und Teilhabe möglich geworden.
Bedürftige Kinder und Jugendliche haben somit einen Rechtsanspruch aufs Mitmachen!

Die Leistungen des Bildungspakets enthalten die Kostenübernahme für:

  • Ausflüge und mehrtätige Klassenfahrten in Schulen und Kindertageseinrichtungen
    Übernommen werden die tatsächlich anfallenden Kosten für alle eintägigen Ausflüge sowie mehrtägigen Klassenfahrten in Schulen und KiTas (im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen), die im Bewilligungszeitraum stattfinden. Taschengeld oder Kosten für den persönlichen Bedarf werden nicht übernommen.
  • Schulbedarfspakete zum Schuljahres- und Schulhalbjahreswechsel
    Der persönliche Schulbedarf wird zweimal im Jahr ausgezahlt. 70 € zu Beginn des Schuljahres und 30 € zum zweiten Halbjahr.
    Der Schulbedarf wird ohne Antrag ausgezahlt.

    Ausnahme:

    Familien mit Anspruch auf Kinderzuschlag, Wohngeld oder Leistungen nach dem AsylbLG müssen hierfür einen gesonderten Antrag stellen.
  • Schülerbeförderungskosten
    Einen Zuschuss zur Schülerbeförderung bekommen Schülerinnen und Schüler, die die nächstgelegene weiterführende Schule besuchen und die auf den Bus oder Zug angewiesen sind, wenn deren Kosten niemand anderes übernimmt und diese nicht aus dem Regelbedarf bestritten werden können.
  • Leistungen für eine angemessene außerschulische Lernförderung
    Soweit Nachhilfe notwendig ist, kann auch hierfür eine Kostenübernahme erfolgen. Die Notwendigkeit liegt allerdings nur vor, wenn die schulrechtlichen Ziele ohne Lernförderung nicht mehr erreicht werden können. Unter diesen Zielen versteht man in der Regel die Versetzung oder das Erreichen eines Schulabschlusses. Die Gefährdung dieser Ziele muss vom Fachlehrer oder vom Klassenlehrer bestätigt werden.
  • Leistungen für die Teilnahme an einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung (Schule, Kindertageseinrichtung und Kindertagespflegestelle)
    Wird in der Schule, in der Kindertagesstätte oder im Hort eine gemeinschaftliche Mittagsverpflegung angeboten, sind die Kosten für den dabei entstehenden Mehrbedarf erstattungsfähig. Allerdings ist zu beachten, dass pro Mittagessen ein Eigenanteil von 1€ verbleibt. Eine gemeinschaftliche Mittagsverpflegung muss in der Verantwortung der Schule, Kindertagesstätte oder des Horts liegen.
    Verpflegung, die am Kiosk gekauft werden kann (z.B. belegte Brötchen) zählt nicht dazu.
  • Leistungen für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben (bis zum 18. Lebensjahr)
    Mit dieser Leistung soll jedem Kind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres ermöglicht werden, sich in Vereins- und Gemeinschaftsstrukturen zu integrieren und Kontakt zu Gleichaltrigen aufzubauen. Dafür stehen monatlich 10 € zur Verfügung.

    Beispiele:

    • Mitgliedsbeiträge in Vereinen
      (z.B. Fußballverein)
    • Unterricht in künstlerischen Fächern und vergleichbare angeleitete Aktivitäten der kulturellen Bildung
      (z.B. Musikunterricht)
    • Babykurse
      (z.B. Babyschwimmen)
    • Teilnahme an Freizeiten
      (z.B. Pfadfinder, Ferienfreizeit)

 

Wer hat Anspruch auf diese Leistungen?

Leistungsberechtigt sind Kinder, Jugendliche und junge erwachsene (unter 25 Jahren)  Schülerinnen und Schüler (Allgemeinbildende oder Berufsbildende Schulen) ohne Ausbildungsvergütung, welche im laufenden Bezug von

  • Arbeitslosengeld II
  • Sozialgeld
  • Sozialhilfe oder
  • Grundsicherung bei dauerhafter voller Erwerbsminderung
  • Kinderzuschlag oder
  • Wohngeld

 stehen.

Ausnahme:
Die Leistungen für die soziale und kulturelle Teilhabe können nur bis zum 18. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.

                               

Anträge und Infomaterial

Die Anträge für Leistungsberechtigte nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II/Sozialgeld - Hartz IV) werden im Jobcenter bearbeitet. Die Bearbeitung der übrigen Anträge auf Gewährung von Leistungen für Bildung und Teilhabe findet im Sozialamt statt.

Bitte wenden Sie sich hierfür an Ihre/n zuständige/n Leistungssachbearbeiter/in.