Jobcenter Landkreis Rotenburg (Wümme)

Anzurechnendes Einkommen

Bei der Berechnung der Höhe des zustehenden Arbeitslosengeldes II wird das Einkommen sämtlicher zur Bedarfsgemeinschaft gehörenden Personen (z.B. Mutter, Vater, Kind 1, Kind 2) einbezogen, indem es den festgestellten Bedarfen (z.B. Regelbedarf, Mehrbedarfe, Kosten für Unterkunft und Heizung) gegenüber gestellt wird.

Zum Einkommen zählen grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert, die Sie und die Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft während des Bewilligungszeitraums erzielen. Es kommt nicht darauf an, welcher Art und Herkunft die Einnahmen sind, ob sie zur Deckung des Lebensunterhalts bestimmt oder steuerpflichtig sind oder ob sie einmalig oder wiederholt anfallen. Auch ist es unerheblich, ob es sich hierbei um Einkommen aus selbstständiger oder abhängiger Beschäftigung handelt.

Zum Einkommen zählen zum Beispiel:

  • Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
  • Lohn(nach)zahlungen
  • Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • Arbeitslosengeld I
  • Krankengeld
  • Renten
  • Steuererstattungen
  • Unterhaltsleistungen
  • Kindergeld
  • Kapital- und Zinserträge
  • Einnahmen aus Vermietung
    und Verpachtung

Bestimmte Einnahmen gelten nicht als Einkommen im Sinne der Vorschriften der Grundsicherung für Arbeitsuchende; sie werden deshalb im Rahmen der Prüfung, ob Hilfebedürftigkeit vorliegt, nicht angerechnet (privilegiertes Einkommen). Ob ein solches privilegiertes Einkommen vorliegt, prüft das Jobcenter des Landkreises Rotenburg (Wümme) im Einzelfall.

Von den zu berücksichtigenden Einnahmen sind verschiedene Absetzungen vorzunehmen, zum Beispiel:

  • auf das Einkommen entrichtete Steuern
  • Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung
  • ein Betrag von 30,00 € pro Monat für angemessene private Versicherungen volljähriger Personen
  • in begrenztem Umfang Beiträge zu einem Riester- bzw. Rürup-Sparvertrag
  • mit der Erzielung des Einkommens verbundene notwendige Ausgaben (z.B. Fahrtkosten)
  • Freibetrag für Erwerbstätigkeit
  • Aufwendungen zur Erfüllung gesetzlicher titulierter Unterhaltsverpflichtungen

Im Rahmen der Antragstellung sind gegenüber dem Jobcenter des Landkreises Rotenburg (Wümme) sämtliche Einkünfte – unabhängig davon, ob Sie den Anspruch auf Arbeitslosengeld II mindern oder nicht – wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben. Auch während des Bewilligungszeitraums eintretende Änderungen sind dem Jobcenter des Landkreises Rotenburg (Wümme) unverzüglich mitzuteilen. Das Verschweigen von Einkommen stellt eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden bzw. eine Strafanzeige nach sich ziehen kann.

Für detaillierte Auskünfte rund um die Anrechnung von Einkommen auf das Arbeitslosengeld II steht Ihnen Ihre Leistungssachbearbeiterin bzw. Ihr Leistungssachbearbeiter im Jobcenter des Landkreises Rotenburg (Wümme) gern zur Verfügung.