Jobcenter Landkreis Rotenburg (Wümme)

Mehrbedarfe

Mehrbedarfe beziehen sich auf besondere Bedarfslagen. Durch die Anerkennung entsprechender Bedarfe sollen – neben den pauschalen Regelbedarfen – in bestimmten festgelegten Bedarfslagen, die nicht in den Regelbedarfen abgegolten sind, zusätzlich Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) gewährt werden können.

Im Einzelnen betrifft dieses die folgenden Bedarfslagen:

  • Mehrbedarf für Schwangerschaft für werdende Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche
  • Mehrbedarf für Alleinerziehung; die Höhe ist abhängig von der Anzahl und dem Alter der minderjährigen Kinder in dem Haushalt
  • Mehrbedarf für behinderte Menschen, soweit sie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX), Eingliederungshilfe nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) oder sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben erhalten
  • Mehrbedarf für behinderte Menschen, die eine volle und unbefristete Erwerbsminderungsrente erhalten und einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen G haben
  • Mehrbedarf für kostenaufwändige Ernährung für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine teure, über eine Vollkost hinausgehende Ernährung einhalten müssen und dies nachweislich erforderlich ist
  • Mehrbedarf für einen im Einzelfall unabweisbaren, laufenden und nicht nur einmaligen besonderen Bedarf, z.B. Kosten für die Wahrnehmung des Umgangsrechts mit nicht im Haushalt lebenden Kindern bei getrennt lebenden Eltern
  • Mehrbedarf für Warmwasser, wenn dies durch in der Wohnung installierte Vorrichtungen erzeugt wird (dezentrale Warmwassererzeugung), z.B. Boiler oder Durchlauferhitzer